Methoden der Traumatherapie

Mit diesen Methoden behandle ich Patienten bei Trauma:

 

  • Traumaorientierte Mind-Body Therapie nach Ernest Rossi
  • körperorientierte Traumatherapieformen
  • EMDR (Eye-Movement-Desenzisation-and-Reprozessing nach Dr. Francine Shapiro)
  • MBSR - achtsamkeitsorientierte Stressreduktion (Mindfullness Based Stress Reduction)
  • traumaorientierte Hypnosepsychotherapie in der Kombination mit Bildschirmtechnik/Screentechnik
  • Achtsamkeitsbasierte Traumatherapie nach Abraham Maslow auf der Grundprinzipien der Seins(Being)-Motivation, Seins-Werte und der Seins-Wahrnehmung
  • Imaginative Traumatherapie (PITT nach Dr. Luise Reddemann)
  • Arbeit mit inneren Anteilen
  • Schematherapie (nach Dr. Jeffrey Young)
  • Tiergestützte Traumatherapie
  • Biofeedback

 

Traumatherapie für Erwachsense, Kinder und Jugendliche bei

  • körperlichem und sexuellem Missbrauch
  • Gewalterfahrungen
  • Vernachlässigung
  • Unfällen
  • Verbrechen, Überfällen

Bei Trauma nach kriminellen Handlungen ist auch eine Therapie nach dem Verbrechensopfergesetz mit Kostenübernahme durch speziele Vereine möglich.

 

Traumabezogene Mind-Body Therapie nach Ernest Rossi: seine Mind-Body-Therapy befasst sich mit dem Zusammenspiel von Geist und Körper, der Psychosynthese neuer Proteine und den biologischen Aufmerksamkeitszyklen, insbesondere in Trance. Seine Form der Trance nutzt diese natürlichen Prozesse und Zyklen des Lebens.

Von Rossi enwickelte "Hände spiegelung Technique" welche beispielsweise die Tatsache nutzt, dass unsere Hände in den neuronalen Strukturen des Gehirns im Verhältnis zu anderen Körperteilen in ungewöhnlich grossem Maß repräsentiert sind, um durch Hand-Aktivitäten in Trance Rückkoppelungsprozesse anzuregen. In diesem Zussammenhang entwickelte er Ideomotorik, gemeinsam mit David Cheek.

Auf dieser Grundlage berichtet Rossi vom 1 ½ Stunden-Zyklus der Gene, innerhalb dessen eine neue Genaktivität zu beobachten ist.Diesen Zyklus berücksichtigend, stellt Rossi uns vier Phasen für eine Traumatherapie vor: 1.Datensammlung, 2.Erregung, 3.Illumination und 4.Verifikation. 

Im Bezug zur Traumatherapie geht Rossi auf den Bereich des Hirnwachstums, die Entwicklungspotentiale ein. Um diese Prozesse zu optimieren, sind einige Phänomene erforderlich. 1. Novelty & Numinosum; 2. Self-Reflection; 3. Environment, Enrichment; 4. Synchronize Mind/ Body und 5. Physical Fitness.

 

Körperorientierte Traumatherapie: Von der Polyvagal-Theorie ausgehend, benutze ich im Rahmen der Traumatherapie verschiedene Zugänge der körperorientierten Traumatherapieformen. Ein traumatisches Erlebnis bleibt im Körper, vor allem im Nervensystem, „gespeichert“ und erfordert eine sanfte „Abladung“ durch Selbstorganisation und -synchronisation. Ausgehend aus den Lehren der Synergetik und der Evolutionsbiologie werden die Körperempfindungen für Synchronisierungsprozesse utilisiert. Das heilende „Abladen“ des traumatischen Erlebnisses wird durch nichtwertende Seins-Wahrnehmung, also durch achtsamkeitsorientierte Therapieformen, unterstützt. In diesen Prozessen wird das sympathische und parasympathische Nervensystem in ein neues Gleichgewicht gebracht, welches den natürlichen Selbstorganisationsprozess unterstützt. Während der Therapie wird die Aktivität der beiden Teile des Nervensystems durch direkte Biofeedback-Aufnahmen (Biofeedback der Firma Schuhfried) visualisiert. 

 

Achtsamkeitsbasierte Traumatherapie nach Abraham Maslow auf der Grundprinzipien der Seins(Being)-Motivation, Seins-Werte und der Seins-Wahrnehmung: Ausgehend von Abraham Maslow habe ich in meiner Doktorarbeit ein Modell zur Entwicklung der Seins-Wahrnehmung und Seins-Motivation beschrieben, welches für die Traumatherapie von Bedeutung ist.  Ein Ziel im Rahmen der Traumatherapie ist es, einzelne psychische Funktionen (z.B.: Fühlen, Spüren, Denken) in einen funktionierenden Einklang zu bringen. Die einzelnen Funktionen der Defizit-Motivation sollen in Harmonie mit der Seins-Motivation gebracht werden. Vor allem die von Abraham Maslow beschriebene „Mühelosigkeit“ als wichtigen „Seins-Wert“ oder auch Being-Value, ist ein Faktor, welchen es während der Traumatherapie zu aktivieren gilt, da die „Mühelosigkeit“ einen wichtigen Gegensatz zu Trauma-Symptomen darstellt (Freeze Response). Durch ein traumatisches Erlebnis wird vor allem das Sicherheitsbedürfnis der Patienten negativ beeinflusst, was sich in einem Zustand der "Unbeweglichkeit" äußert. 

 

MBSR: Die Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (Mindfulness-Based Stress Reduction – MBSR) ist ein von dem Molekularbiologen Jon Kabat Zinn in den späten 1970er Jahren in den USA entwickeltes Programm zur Stressbewältigung durch gezielte Lenkung von Aufmerksamkeit und durch Entwicklung, Einübung und Stabilisierung erweiterter Achtsamkeit. Folgende Übungen sind ein Teil des Programmes: die Einübung achtsamer Körperwahrnehmung (Body-Scan), das achtsame Ausführen langsamer Bewegungen, etwa in der Form der traditionellen „Gehmeditation", eine dreiminütige Achtsamkeitsübung (Breathing-Space), die Aufrechterhaltung der Achtsamkeit auch bei alltäglichen Aktivitäten.

 

Stressbewältigung durch Achtsamkeit nach Bob Stahl:[nbsp]In Stressbewältigung durch Achtsamkeit lernt man, wie man ungesunde Gewohnheitsmuster durch achtsame Gewohnheiten ersetzen können – eine Fähigkeit, die Sie ein Leben lang begleiten kann. Der Schlüssel zur Wahrung der Balance liegt darin, auf Belastungen nicht mit Frustration und Selbstkritik zu reagieren, sondern mit einem achtsamen nichturteilenden Gewahrsein unseres Körpers und der Aktivitäten unseres Geistes. 

 

 

Eye Movement Desensitization and Reprocessing (kurz EMDR, auf Deutsch ungefähr: Desensibilisierung und Aufarbeitung durch Augenbewegungen) ist eine von der US-amerikanischen Literaturwissenschaftlerin und Psychologin Francine Shapiro in den USA entwickelte psychotraumatologische Behandlungsmethode für traumatisierte Personen.

 

PITT (Psychodynamisch Imaginative Trauma Therapie) wurde von  Dr. Luise Reddemann zur Behandlung von komplexen Traumafolgestörungen entwickelt und seit Jahrzehnten weiterentwickelt. Sie hat sich  in der Behandlung von komplexen posttraumatischen Belastungsstörungen (DESNOS) sowie  dissoziativen Störungen und Persönlichkeitsstörungen klinisch bewährt. PITT versteht sich als angewandte Psychoanalyse mit Hilfe des „ego-state-Ansatzes” nach Federn und Watkins. Die therapeutische Haltung begründet sich aus einer phänomenologischen Sichtweise, einer Orientierung am Würdeprinzip sowie Prinzipien der buddhistischen Ethik (Achtsamkeit und Mitgefühl). Leitend ist das Konzept eines „heilen Kerns“ und daraus abgeleitet die Notwendigkeit der Unterstützung selbstregulativer Prozesse also Resilienz-und Ressourcenorientierung. Herzstück der therapeutischen Arbeit sind mitgefühlsbasierte Interventionen.Prozesse, also Resilienz-und Ressourcenorientierung. Herzstück der therapeutischen Arbeit sind 

 

Arbeit mit inneren Anteilen: Wir Menschen sind zu vielen verschieden Gemütszuständen fähig. Einige davon wiederholen sich häufig oder treten in bestimmten Situationen immer wieder auf. Besonders durch traumatische Erlebnisse bleiben einige von diesen inneren Anteilen abgespaltet und nicht gut zugänglich. Teil des therapeutischen Prozesses ist, sich dieser Anteile und wann sie im Vordergrund stehen, bewusst zu werden, sie mit inneren Ressourcen zu verbinden und Verarbeiten. Diese Bewusstseinszustände kann man Innere Teile, Innere Personen oder Ego-States nennen.

 

 

Tiergestützte Traumatherapie: Tiere sind nicht berechnend, sie geben und nehmen ohne Bedingung. Tiere verhalten sich Menschen gegenüber "neutral" und reagieren spiegelbildlich auf ihr Gegenüber. In der Beziehung zu Tieren können Traumapatienten Trost finden, Vertrauen aufbauen, Verantwortung übernehmen. Durch die Anwesenheit von einem Tier können patienten die Wirkung ihrer Handlungen und Gefühle besser verstehen. Die Tiere können als "Begleiter und Beschützer" im Prozess der Traumakonfrontation oder im Prozess von körperorientierten Techniken eingesetzt werden. Vor allem Kinder aber auch tierliebende Erwachsene genießen die Anwesenheit des Tieres im Taumatherapieprozess. Das Tier wird in diesem Prozess nicht nur zu einem realem Anwesendem sondern vor allem zu einem unbwussten Begleiter, welcher die Qualität der Traumabezogene Erinnerungen in Unbewussten verändert. Die Tiergestützte Traumatherapie wird nur auf Wünsch des Patienten durchgeführt.

 

Biofeedback: Ziel der Biofeedback-Therapie in Kombination mit Traumatherapie ist es, die Signale des Körpers zu erkennen, sie beeinflussen können und Wirksamkeit der traumatherapeutischen Methoden sofort auf dem Bildschirm (während oder nach der Therapieeinheit) beobachten können. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Biofeedback die Behandlung von vielen Trauma und damit zusammenhängenden psychosomatischen Schmerzen wirksam unterstützen kann – vor allem in Kombination mit Entspannungstechniken.